Über zwanzig Jahre leitete ich das Jagdreisebüro Kettner in Österreich und Ungarn. Vor fünf Jahren wechselte ich zum dänischen Jagdreisebüro Diana, das ich zusammen mit dem Spezialisten für Afrikareisen Limpopo Travel, bis heute in Österreich vertrete.
Nicht zuletzt durch die Manipulationen rund um den, mittlerweile wieder aberkannten, neuen Weltrekordhirsch aus Bulgarien und „getunten“ Rehbockgeweihen die in den letzten Jahren in Ungarn auftauchten, den unsäglichen „Kistlfasanen“ und erbärmlichen Gatterjagden in Österreich und anderswo, reifte in mir der Wunsch mich gegen derartige Geschäftspraktiken abzugrenzen.
Da sowohl mein langjähriger ungarischer Partner Attila als auch ich, über sehr viele Reviere in Ungarn und Österreich genaueste Kenntnisse haben und beurteilen können wie die Reviere arbeiten, waren wir uns sicher „faire Jagden“ organisieren zu können. Aus diesem Grund gründeten wir im Jänner 2009 Fair Hunt.
Die Organisation von Jagden ist nicht nur mein Beruf, die Jagd füllt auch einen großen Teilmeiner Freizeit aus. Umso mehr ist daher das wie für mich von Bedeutung.
Kurt Hofer, März 2009
Als Kind verbrachte ich viele Wochenenden und Ferien bei meinen Großeltern auf dem Lande. MeinGroßvater, der ein leidenschaftlicher Jäger war, weihte meinen Bruder und mich in die Geheimnisse der Natur ein. Es war daher keine Frage für mich, in welche Richtung meine Berufsausbildung gehen sollte. Aber nicht nur beruflich, sondern auch in meiner Freizeit war und ist der Zugang zur Natur für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Nach einigen Jahren im Ausland, begann ich vor ca. 10 Jahren mit der Organisation von Jagd- und Naturreisen und war in dieser Zeit bei mehreren Büros beschäftigt. Ich habe immer versucht die (realistischen) Jagdträume der Gäste zu erfüllen.
Manchmal beobachtete ich dabei, dass jene Gäste deren Fokus ausschließlich auf die Trophäe konzentriert war, trotz guter Trophäen mit „leeren Händen“ nach Hause fuhren und andere für die das gesamte Erlebnis „Jagd“ im Mittelpunkt stand und die vielleicht bei der Jagd nicht so erfolgreich waren, trotzdem glücklich über die ausgefüllten und erlebnisreichen Tage in Ungarn waren. Nicht die Anzahl der Jagderlebnisse ist entscheidend, sondern die Qualität !
Nachdem ich im Sommer 2008 meine Ausbildung als Naturschutzingenieur beendet hatte, beschloss ich diese neu gewonnenen Kenntnisse auch in meine tägliche Arbeit einzubinden. So war das Projekt Fair Huntgeboren das ich nun zusammen mit meinem österreichischen Kollegen realisiert habe. Oberstes Ziel dabei ist, trotz der großen jagdlichen Erwartungen der Jagdgäste die oft wenig Zeit eingeplant haben, Jagderfolge bei einer fairen Jagd zu ermöglichen.